Offene Klubmeisterschaft am 18.10.19

Unsere Klubmeisterschaft beginnt am 18.10.19 (Freitag). Wie beim letzten Mal wird sie wieder im Keizer-System ausgetragen. Das Turnier ist zudem offen – also auch nicht Vereinsmitglieder dürfen mitspielen. Das beste Vereinsmitglied wird zum Meister gekürt.

Hier nochmal die großen Vorteile des Keizer-Systems zusammengefasst:

  • Keine Terminabsprache notwendig
  • Wer spielen will bekommt einen Gegner
  • Später Einstieg in das Turnier möglich

zum Turnier selbst:

  • Ca. 9 Runden werden gespielt (nur eine Runde pro Spieltag)
  • 90 Minuten +30sec/Zug pro Spieler pro Partie
  • Anmeldeschluss ist immer kurz vor Rundenbeginn (etwa 19:45)

Jeder ist herzlich dazu eingeladen an diesem Turnier teilzunehmen – auch wenn es nur für eine oder zwei Runden ist. Das Keizer-System gewährt an dieser Stelle ein hohes Maß an Flexibilität, ohne den Wettbewerb zu verzerren.

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen! 🙂

Landesliga: Der Captain muss es wieder richten

Am Sonntag (15.09.19) startete endlich die Schachsaison für unsere erste Herrenmannschaft (SK SHA I). Mit dem SC Blauer Turm Bad Wimpfen I (im Folgenden SCBTBWI genannt) hatten wir es gleich zu Beginn mit einer der stärkeren Mannschaften der Liga zu tun. Doch verstärkt durch IM Ana Matnadze, WGM Mihaela Sandu und Jaroslav Buran waren wir gut gerüstet. SCBTBWI dagegen gelang es (meinen ehemaligen Teamkameraden aus Heilbronn) IM Ulrich Schulze aus seinem vorzeitigen Schachruhestand wiederzuerwecken und für die Mannschaftskämpfe zu gewinnen. An Brett 2 spielte Phillip Huber, welcher schon vor einigen Jahren eine unserer hochkarätigen Schachdamen schlagen konnte. IM Alina Kashlinskaya hatte damals das Nachsehen gegen ihn. Damit waren Brett 1+2 quasi auf Augenhöhe.

An den Brettern von 3-8 verzeichneten wir einen DWZ-Vorsprung von etwa 150-200 Punkten. Aber Schach ist nunmal keine mathematische Gleichung sondern Sport! Im Verlauf des Spieltages mussten wir noch ganz schön die Zähne zusammenbeißen um uns zu beweisen.

Doch erstmal Alles von Anfang an. Es ist 9 Uhr. Unsere Gegner waren noch nicht da. Das war die PERFEKTE Gelegenheit noch schnell die vorbestellten Butterbrezeln vom Bäcker abzuholen. Auf dem Weg dahin liefen mir dann die Spieler vom SCBTBWI über den Weg, auf der Suche nach unserem Spiellokal. Nachdem wir dann gemeinsam das Haus der Vereine gefunden hatten, gab ich nach kurzer Ansprache die Partieen frei.

Die Eröffnungsphase verlief sehr ruhig. Buchstäblich sowie schachlich. Ich schätze wir mussten uns alle zu Saisonbeginn erstmal wieder ans Turnierschach akklimatisieren. Lange Zeit passierte nicht viel, bis unser Remiskönig Dr. Bernhard Prinz, in einer für ihn völlig a-typischen Manier, plötzlich eine Qualität für 2 Bauern und starken Angriff opferte. Nach einer Weile fand er dann wie es schien doch nicht die schärfsten Fortsetzungen und willigte ins Remis ein. Von dieser Punkteteilung inspiriert, trennte sich auch Jaroslav Buran mit einem Halben Punkt von seinem Gegner. Micha Bahmann an Brett 4 dagegen hatte bereits Zeitprobleme. Bei 5 Minuten Restbedenkzeit und erst 20 gespielten Zügen war sein Remis sicherlich eine gute Entscheidung. An Brett 7 gelang es Daniel Fries nicht, seine positionell überlegene Stellung zu gewinnen. Auch Boris Meinel an Brett 8 ließ nichts unversucht, aber biss mit seinen Tricks auf Granit. Die Verteidigung der beiden Jugendspieler vom SCBTBWI war einfach zu souverän.

Damit hatte der SKSHAI 2,5 Punkte. Der SCBTBWI dagegen genauso 2,5 Punkte.

Die Mädels hatten grundsolide Positionen, aber auch keine konkreten Vorteile. Damit war mir klar, dass meine Partie maßgeblich für diesen Spieltag sein würde. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber da ich die einzige Gewinnpartie des Tages gespielt habe, komme ich um die Selbstbeweihräucherung wohl nicht herum. Deshalb gibt es hier meine kommentierte Partie zu sehen:

Bosiljko Jurkic (1988), SCBTBWI – Steffen Mages (2148), SKSHAI

*Ich klopfe mir selbst auf die Schulter*

Ana hatte derweil ein Dauerschach verschmäht, um weiter auf eine Gewinnchance zu warten. Mihaela spielte ein sehr ausgeglichenes Endspiel. 2 Springer gegen Springer+Läufer und beiderseits 3 Bauern. Jeder Zug den sie und ihr Kontrahent machten wirkte sehr subtil und kontrolliert. Im weiteren Verlauf einigten sich die beiden dann schließlich auf Remis. Da SCBTBWI nun hinten lag, sah sich Uli dazu gezwungen, eine „Seeschlange“ zu kreiren. Also eine Partie, die auf der Rückseite des Formulars weiter notiert werden muss. Beide hatten eine Dame auf dem Brett. Uli nannte a und b Bauern sein Eigen, während Ana mit g und h Bauern agierte. Für die Kiebitze war die Position unanfechtbar Remis. Ana erklärte mir nach der Partie jedoch, dass sie genau die selbe Stellung schon einmal auf dem Brett hatte und gegen Großmeister XY verlor. Deshalb wusste sie genau, wie sie verteidigen musste und brachte mit dem Remis den Mannschaftssieg nach Hause.

Hier die Partie zum nachspielen und nachträglich mitfiebern:

IM Ulrich Schulze (2273), SCBTBWI – IM Ana Matnadze (2397), SKHAI

Zu den anderen Mannschaften der Liga gibt es auch viel Gesprächsstoff. Ludwigsburg I hat zu sechst mit 4,5 Punkten gegen ihre Zweitgarnitur gewonnen. Lauffen in Bestbesetzung unterlag Ingersheim mit einem knappen Ergebnis. Öhringen dagegen gab sich bisher keine Blöße und gewann mit einem souveränen 5,5-2,5 gegen Marbach. Die Tabellenspitze sichterte sich Tamm mit einem 6-2 gegen Neuenstadt.

Die Saison verspricht schon jetzt interessant zu werden.

Autor: Steffen Mages

Stadtmeisterschaft: Steffen Mages verteidigt den Titel

Am Sonntag (08.September) fand die offene Stadtmeisterschaft im Haus der Vereine statt. Ausgetragen wurde sie nun zum dritten Mal in Folge im Schnellschachformat (15min/Spieler). Zur Freude der vielen Kiebitze kam es aufgrund der knappen Bedenkzeit häufiger zu Zeitnotschlachten. Direkt in der ersten Runde trafen Titelverteidiger Steffen Mages und der Vorjahreszweite Daniel Fries aufeinander. Nach einem langen „Ausquetschen“ der Position gelang es Mages auf Zeit gegen Fries zu gewinnen – mit 7 Sekunden Restbedenkzeit. Im Verlauf des Turniers bildete sich eine Spitze von 4 Spielern heraus: Mages mit knappem Vorsprung dicht gefolgt von Dr.Bernhard Prinz, Joachim Pulwer und Daniel Fries. Die Begegnung Prinz – Mages endete Remis. Fries überholte Pulwer aufgrund des direkten Duells. Unter den Damen wurde Tatjana Selikson unangefochten zur Stadtmeisterin.

v.l.n.r.: 3.Daniel Fries, 2.Vorstand Mario Meinel, 12. Tatjana Selikson 1. Steffen Mages, 2. Dr. Bernhard Prinz

In der 7. Runde gab es einen schönen Abschluss in der Partie

Meinel B. – Mages S. (siehe Diagramm)

Es folgte 1. … h2+ 2. Kg2 Txg3+ 3.fxg3 Dxf1+ 4.Kxh2 Th6#

Nach dem Turnier feierten die Schachspieler noch gemeinsam im Besen in Bibersfeld bei gutem Essen, Wein und natürlich Blitzschach.

Das neue Saisonheft ist da

Die neue Saisonbroschüre für die Saison 2019/20 ist da. Die gedruckte Version wird noch heute erwartet. Die Broschüre enthält wieder viele Informationen zur kommenden Saison der Frauenbundesliga, aber auch darüber hinaus weitere Infos und Beiträge aus dem Umfeld des SK Schwäbisch Hall. Erhältlich wird die gedruckte Version an vielen Stellen in Schwäbisch Hall sein, bei allen Spielen der Frauenbundesliga mit Schwäbisch Haller Beteiligung und bei weiteren Schachevents in ganz Deutschland. Elektronisch gibt es die Broschüre hier.

Micha Bahmann einziger Sieger gegen Lilit Mkrtchian

(Mario Meinel)

18 Haller, darunter ein Jugendspieler, nahmen den Simultan-Kampf gegen IM Lilit Mkrtchian aus Armenien im Haus der Vereine auf. Lilit gewann 13 Spiele, spielte viermal Unentschieden, darunter gegen den 83 jährigen Erwin Neumann. Nur gegen den Captain der ersten Mannschaft Micha Bahmann musste Lilit die Waffen strecken. Die nette Atmosphäre und freundliche Aufnahme durch die Haller Spieler kamen Lilit Mkrtchian sehr entgegen.

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Schach ist wie Fußball – nur mit Würfeln!

Am Freitag in zwei Wochen (07.06) veranstalten wir ein Fisher-Random-Schnellschachturnier. Auch bekannt als Chess 960 (wegen den 960 möglichen Eröffnungspositionen). Mit welcher Eröffnungsposition man spielt wird vor jeder Partie ausgewürfelt. Wie genau man dabei vorgeht erklären wir vor Ort. Wer sich aber vorab schonmal zur Variante informieren möchte kann das hier tun: https://de.wikipedia.org/wiki/Chess960

Gespielt wird mit 10 Minuten + 3 Sekunden Zeitaufschlag pro Zug. Voraussichtlich spielt Jeder-gegen-Jeden, jedoch bei großer Nachfrage können wir auch zum Schweizer-System wechseln.

Sonstiges:

  • Es wird kein Startgeld erhoben.
  • 1. Preis ist ein Würfelbecher inklusiver Würfel.
  • Turnierbeginn ist um 19:45.
  • Fußbälle sind vor dem Spiellokal abzugeben.

Steffen Mages ist Klubmeister

Die Klubmeisterschaft, welche erstmalig im Keizer-System ausgespielt wurde, ist nun nach 10 Runden zu Ende gegangen. Mit 6,5/7 hat sich Steffen Mages durchgesetzt. Das einzige Remis gegen ihn ergatterte Vize-Klubmeister Daniel Fries, welcher das Turnier mit 5,5/6 Punkten abschloss. Dritter wurde Siegfried Wallisch mit 4,5/8.

Von allen Teilnehmern gab es positive Resonanz bezüglich des neuen Systems. Viele Spieler nutzten die Möglichkeit spontan in das Turnier miteinzusteigen.

Hier die Abschlusstabelle:


Name Keizer Punkte

1. Mages, Steffen           165,9  6,5
2. Fries, Daniel 146,75 5,5
3. Wallisch, Siegfried 116,35 4,5
4. Meinel, Boris 101,7 4,5
5. Reifschneider, Waldemar 97,05 3
6. Popov, Miodrag 83 3
7. Meinel, Mario 77,65 2,5
8. Meinel, Benedikt 74,8 3
9. Schäuffele, Walter 59,45 2
10. Frank, Volkmar 50,6 2
11. Köhlich, Viktor 45,75 1,5
12. Schwindowski, Volker 43,9 1
13. Marschner, Thomas 35,2 1
14. Schnaberich, Wolfgang 31,55 1
15. Sabati, Mohammad 22,5 1
16. Schmitt, Peter 20,35 0
17. Ostendorph, Elias 12,15 0
18. Adjarian, Daniel 8 0